Was ändert sich für Urlauber am 11. November?
Wer am Mittwoch, 11. November 2026, auf den Kanaren unterwegs ist, trifft auf einen Generalstreik. Die Gewerkschaften UGT und CCOO haben ihn für 24 Stunden ausgerufen, von 0.00 bis 24.00 Uhr.
Zahlen zu Linienbussen, Fähren und Flughäfen liegen am 5. November nicht vor. Die Mindestdienste für diese Bereiche waren laut einem spanienweiten Ratgeber noch nicht veröffentlicht.
Wer an dem Tag fliegt, eine Fähre nimmt oder einen Transfer gebucht hat, fragt am besten beim Anbieter nach. Am Streiktag selbst lohnt sich ein Blick auf die Mitteilungen von Global, Titsa (beides Busbetreiber) und Binter.
Fahren Guaguas, Flüge und Fähren?
Wie viele Verbindungen fahren, bestimmt die Behörde, nie der Betrieb selbst. Sie legt Mindestdienste nur für wesentliche Tätigkeiten fest, und für ihre eigenen Dienste ist laut Rechtslage die Kanarenregierung zuständig.
Ein nicht überprüfter Hinweis nennt eine Mindestbesetzung von 15 bis 25 Prozent, je nach Abteilung. Die zugrunde liegende Anordnung im BOC (Amtsblatt der Kanaren) liess sich nicht finden.
Die Anordnungen für den Verkehr erscheinen laut einem Suchauszug üblicherweise in den Tagen vor einem Streik. Medien warnen vor Verspätungen und Ausfällen bei Flügen und Zügen in Spanien, doch Angaben der Flughafenbetreiberin AENA und etwas Konkretes für die Kanaren fehlen.
Frühere Quoten, etwa 75 Prozent bei Titsa, stammen vom Verkehrsstreik am 28. und 29. November 2024. Für den 11. November gelten sie nicht.
Was gilt für Hotels, Taxis und Mietwagen?
Zu Taxis und Mietwagen hat die Recherche keine Mitteilung gefunden. Auch von Behörden oder Verbänden liegt nichts dazu vor, ob und wie Hotels am 11. November betroffen sind.
Ein Hotel darf als Arbeitgeber nicht einfach schliessen, es sei denn, ein Sicherheitsrisiko ist dokumentiert. Andernfalls gilt die Schliessung als unzulässige Aussperrung.
Beschäftigte dürfen am Streiktag nicht ins Homeoffice verlegt werden, um den Streik zu dämpfen. Die Gewerkschaften nennen das «esquirolaje moderno», also modernes Streikbrechen; ob Rezeption, Frühstück oder Reinigung eingeschränkt sind, ist offen.
Fragen Sie Ihr Hotel deshalb vorab nach Frühstück, Reinigung und Shuttle. Bei Taxi und Mietwagen lohnt sich eine schriftliche Bestätigung der Abholung, vor allem bei Flügen an diesem Tag.
Wer ruft zum Streik auf und warum?
Manuel Navarro, Generalsekretär von UGT Canarias, und Vanesa Frahija, Generalsekretärin von CCOO Canarias, baten am 22. Oktober in Las Palmas de Gran Canaria um massive Beteiligung. Sie hoffen zugleich, dass die Behörden keine «abusive» Mindestdienste anordnen.
Das Motto lautet «Salarios, vivienda y precios», also Löhne, Wohnen und Preise. Mit dabei sind auch die Federación Sindical Canaria unter Daniel Casal und Intersindical Canaria.
Die Gewerkschaften zählen 211.000 leerstehende Wohnungen auf den Inseln, und rund 15 Prozent der Wohnungen seien Ferienapartments. Die Löhne lägen etwa 500 Euro unter dem spanischen Schnitt, doch das sind Gewerkschaftsangaben, nicht mit ISTAC oder INE geprüft.
Berichten zufolge ist es der erste gemeinsame Generalstreik seit 14 Jahren. Navarro sagte, das Wohnungs-«Chaos» könne sich nach der Wahl je nach Ergebnis verschärfen.
Zwischen Streik und spanischer Parlamentswahl am 29. November liegen nur 18 Tage. So eng war der Abstand selten.
Welche Rechte haben Beschäftigte am Streiktag?
Wer streikt, verliert den Lohn nur für die Zeit, die er nicht gearbeitet hat. Wer nur einen Teil des Tages streikt, darf nicht für den ganzen Tag abgezogen werden.
Streikende haben sozialversicherungsrechtlich einen Sonderstatus, ihr späteres Arbeitslosengeld bleibt unberührt. Arbeitgeber dürfen nicht nach der Streikteilnahme fragen und müssen Beschäftigte ohne Repressalien zurücknehmen.
Wer wegen Streikposten nicht in den Betrieb kommt, behält den vollen Lohn. Kleine Betriebe müssen keine Mindestdienste aushandeln, aber Sicherheit und Instandhaltung gewährleisten.
Was ist bis zum Streiktag noch offen?
Wo und wann demonstriert wird, ist für die Kanaren bislang offen. Auch zu Mindestdiensten bei Krankenhäusern und Schulen gibt es keine bestätigten Zahlen.
Die amtlichen Anordnungen sollten in den Tagen vor dem 11. November im BOC und beim Pressedienst der Kanarenregierung erscheinen. Urlauber prüfen dann Flug, Fähre und Transfer noch einmal direkt beim Anbieter.