Was bedeutet der Rückgang für Haushalte auf den Kanaren?
Der Rückgang von 1,82 Prozent klingt nach einer guten Nachricht, bleibt aber für die meisten Haushalte kaum spürbar. Der Tagesmittelwert von 179,02 Euro pro Megawattstunde liegt weiterhin auf einem hohen Niveau, wie Canarias7 berichtet.
Für einen einzelnen Wasch- oder Spülmaschinengang nennt die Quelle keine konkrete Ersparnis. Die genannten Werte sind Energiepreise, nicht der Endbetrag auf der Rechnung.
Zusätzlich fallen Leistungspreis, regulierte Kosten, Steuern und Vertragsbedingungen an. Wer einen Festpreisvertrag hat, bemerkt die täglichen Schwankungen ohnehin nicht.
Wann ist der Strom am Sonntag am günstigsten?
Die günstigste Stunde liegt zwischen 11.00 und 12.00 Uhr mit 41,38 Euro pro Megawattstunde. Das entspricht 0,04138 Euro pro Kilowattstunde, wie die Daten des Ministerio para la Transición Ecológica zeigen.
Der günstigste zusammenhängende Zeitraum von drei Stunden erstreckt sich von 10.00 bis 13.00 Uhr. In dieser Zeit lohnt es sich, verschiebbare Verbraucher wie Waschmaschine oder Geschirrspüler laufen zu lassen.
Am teuersten ist der Strom zwischen 19.00 und 20.00 Uhr mit 346,83 Euro pro Megawattstunde. Das ist mehr als das Achtfache des günstigsten Werts am selben Tag.
Wer profitiert überhaupt von den stündlichen Preisen?
Für Mieter, Residenten, Expats und Besucher gibt es keine besondere kanarische Antragsfrist oder Anspruchsprüfung. Massgeblich ist allein, welcher Stromvertrag am Zähler besteht.
Am Wochenende gilt im regulierten Tarif PVPC der Niedrigtarif «valle» den ganzen Tag. Die zeitabhängigen Netzentgelte und Abgaben sind damit nicht auf einzelne Stunden des Sonntags beschränkt.
Warum sind die Preise am Sonntag so unterschiedlich?
Der Strompreis im PVPC setzt sich aus dem Energieanteil und regulierten Kosten zusammen. Red Eléctrica de España veröffentlicht die Preise für den Folgetag täglich um 20.15 Uhr, wie die Quelle angibt.
Der Energieanteil schwankt je nach Nachfrage und Erzeugung im Tagesverlauf. Am Abend steigt die Nachfrage, während günstige Erzeugung aus erneuerbaren Quellen nicht immer verfügbar ist.
Die Werte wurden am 24. Oktober 2026 um 19.17 Uhr aktualisiert. Sie betreffen den Energieanteil der regulierten PVPC-Tarifa 2.0TD, nicht den Endpreis für den Verbraucher.
Was sollten Bewohner und Besucher am Sonntag tun?
Wer einen PVPC-Vertrag hat, kann verschiebbare Verbraucher in die Stunden zwischen 10.00 und 13.00 Uhr legen. Waschmaschine, Geschirrspüler oder andere Geräte laufen dann im günstigsten Zeitraum des Tages.
Die Abendstunden zwischen 19.00 und 20.00 Uhr sollten für grosse Verbraucher gemieden werden. Der Preis liegt dann bei 346,83 Euro pro Megawattstunde, dem höchsten Wert des Tages.
Für Besucher in Ferienwohnungen oder Hotels ändert sich praktisch nichts. Sie zahlen in der Regel keinen eigenen PVPC-Tarif und können die stündlichen Preise nicht beeinflussen.
Wie geht es mit den Strompreisen weiter?
Die nächste planmässige Aktualisierung der stündlichen PVPC-Werte erfolgte bereits am 24. Oktober 2026 um 20.15 Uhr für den Folgetag. Die Preise für Montag, 26. Oktober 2026, sind damit veröffentlicht.
Wer langfristig sparen will, sollte die CNMC-Empfehlung beachten: die vertraglich vereinbarte Leistung prüfen und unnötige gleichzeitige Verbraucher vermeiden. Das gilt unabhängig vom täglichen Preisniveau.