Was sich am 30. September ändert

Die Preistabelle nennt keine Uhrzeit, sondern zwei Zeiträume: „Regular — 16. August bis 30. September 2026" und „Final — ab 1. Oktober 2026". Wer am 30. September bucht, zahlt noch den niedrigeren Preis. Der Sprung ist bei beiden Passarten gleich groß: 350 auf 400 Euro und 200 auf 250 Euro. Es ist bereits der zweite Sprung dieser Größe, denn der Early-Bird-Tarif lag bis zum 15. August bei 300 und 150 Euro. Alle Beträge sind Nettopreise: Der IGIC kommt laut Ticketseite beim Bezahlen dazu, einen Steuersatz nennt das Festival nicht.

Das Abschlusskonzert auf La Palma: frei — aber ohne Adresse

Im Programm steht für den 22. Oktober um 19.00 Uhr „Space Station Earth — Closing Concert, La Palma", davor um 15.00 Uhr die „GTC 108-Minute Panel Discussion". Auf der Festivalseite lautet der Zusatz „Offen für das Publikum, abhängig von der Kapazität des Veranstaltungsorts" — von Geld ist dort keine Rede. Erst die Ticketseite wird deutlich: Science Camp und Abschlusskonzert seien für das Publikum kostenfrei. Alles Übrige fehlt — kein Veranstaltungsort, keine Kapazitätszahl, keine Anmeldung, keine Einlasszeit, keine Angabe, wer spielt. Die Lokalzeitung El Time berichtete am 9. Juni 2026 von einer Podiumsrunde am Gran Telescopio Canarias und dem Schlusskonzert, ohne einen Ort zu nennen; auch das Inselportal visitlapalma.es nennt keinen.

Was Starmus überhaupt ist

Starmus wurde 2011 auf den Kanaren gegründet, von dem Astrophysiker Garik Israelian und dem Queen-Gitarristen und Astrophysiker Brian May; beide führt starmus.com bis heute als Mitgründer. Das Prinzip ist die Mischung aus Vorträgen von Nobelpreisträgern, Astronautinnen und Forschern und Konzerten. Nach den ersten kanarischen Jahren zog es ins Ausland — El Time nennt Norwegen, Armenien und die Slowakei — und kehrte 2025 nach La Palma zurück. Seit 2016 vergibt Starmus die Stephen Hawking Medal for Science Communication, laut eigener Medaillenseite bisher unter anderem an Hans Zimmer, Neil deGrasse Tyson, Brian May, Jane Goodall und David Attenborough, in den meisten Ausgaben an mehrere Personen gleichzeitig.

Die Namen: was bestätigt ist und was nicht

Auf der Künstlerseite stehen am 19. September Brian May, Andrea Bocelli, Sarah Brightman, Rick Wakeman und die Orquesta Sinfónica de Las Palmas. Wakeman spielt am 18. Oktober in der Pirámide de Arona die Uraufführung von „Echoes from Black Holes", eigens für Starmus VIII komponiert und nur einmal aufgeführt, wie das Festival schreibt. Auf der Rednerliste stehen Geoffrey Hinton, May-Britt Moser, Kip Thorne, die Artemis-II-Besatzung Glover, Wiseman und Hansen sowie Christiana Figueres. Bei den Medaillen ist die Lage dünner: Kanarische Medien berichten, Brian Cox erhalte am 17. Oktober die Stephen-Hawking-Medaille 2026 und Figueres die erste Jane Goodall Earth Medal — die Medaillenseite führt für 2026 keine Namen, und Cox steht nicht auf der Rednerliste. Gesichert ist, dass starmus.com die Goodall-Medaille als „neue globale Auszeichnung" beschreibt.

Anreise — und warum La Palma eine eigene Reise ist

Das Konferenzprogramm läuft vom 19. bis 21. Oktober, 14.00 bis 18.00 Uhr, in der Pirámide de Arona in Playa de las Américas im Süden Teneriffas. Laut Liniennetz von TITSA fahren dorthin die Linien 110 und 111 (Santa Cruz — Costa Adeje) und 112 (Santa Cruz — Los Cristianos), nachts die 711 über den Flughafen Süd. Zum Eröffnungskonzert im Hafen von Santa Cruz ist der Hin- und Rücktransport ab der Pirámide im Pass enthalten — wer nur die 99-Euro-Karte kauft, bekommt ihn nicht. La Palma ist eine andere Insel: Fred. Olsen Express gibt für Los Cristianos — Santa Cruz de La Palma 150 Minuten an, Ferryhopper bis zu vier Überfahrten täglich; Binter Canarias und CanaryFly fliegen die Insel an, der Flughafen liegt acht Kilometer südlich der Hauptstadt. Zur Unterkunft schweigt Starmus.