Was gilt am 2. November für Teneriffa?
Die Kanarenregierung hält Teneriffa am 2. November in der Prealerta, während sie für drei andere Inseln die Alerta ausruft. Die Direktion für Notfälle (Dirección General de Emergencias) teilte das mit, Diario de Avisos gibt die Mitteilung wieder.
Für Teneriffa erwartet die Behörde starke Schauer, die 20 Millimeter pro Stunde erreichen oder übersteigen können. Am ehesten treffen sie den Norden und den Grossraum Santa Cruz–La Laguna.
Der Süden mit seinen Ferienorten wird in der Mitteilung nicht eigens genannt. Eine Entwarnung für ihn lässt sich daraus nicht ableiten, denn die Behörde spricht von erheblicher Unsicherheit bei Ort, Stärke und Dauer der Niederschläge.
Die Prealerta ist eine Bereitschaftsstufe und keine Sperrung. Wer unterwegs ist, sollte den Wetterbericht im Blick behalten, denn die Direktion kann ihre Einstufung bei Bedarf ändern.
Wo ist es am Montag ernster als auf Teneriffa?
Auf La Palma, El Hierro und La Gomera gilt ab den frühen Morgenstunden des 2. November die Alerta. Die Behörde erwartet dort viel Konvektion, also aufsteigende Luft mit kräftigen Gewittern und Schauern.
Die Schauer sind verstreut, können aber sehr intensiv ausfallen. Mehr als 30 Millimeter in einer Stunde sind laut Vorhersage möglich.
Am wahrscheinlichsten regnet es bis 15.00 Uhr. Dass es sich in den Nachmittag zieht, schliesst die Behörde ausdrücklich nicht aus.
Wer von Teneriffa aus einen Tagesausflug auf eine dieser Inseln plant, sollte die Lage vorher prüfen. Angaben zu Fähren, Flügen, Schulen oder abgesagten Veranstaltungen enthält die Mitteilung nicht, und andere bestätigte Hinweise liegen nicht vor.
Was sollten Einwohner und Urlauber jetzt tun?
Die Direktion für Notfälle gab bei früheren Regenlagen immer wieder dieselben Ratschläge. Sie stammen aus den Episoden vom Oktober 2024 und Oktober 2026, nicht aus der Mitteilung vom 2. November.
Bei stärkstem Regen empfiehlt sie, unnötige Fahrten zu vermeiden und auf der Strasse Abstand zu halten. Wer fährt, mässigt das Tempo und prüft vorher Bremsen und Reifen.
Gefüllte Barrancos (Schluchten) und Flussbetten soll niemand queren. Auch parken sollte man nicht in einem Barranco-Bett.
Zu Hause raten die Behörden, Dächer, Dachrinnen und Abflüsse zu prüfen und Fenster und Türen zu sichern. Wasser, Medikamente und ein Batterieradio gehören griffbereit.
Steht Wasser im Haus, schaltet man den Strom ab und meidet Keller und Aufzüge. Das gilt besonders für Ferienwohnungen im Erdgeschoss.
Was bedeuten Prealerta und Alerta genau?
Die Stufen heissen Prealerta, Alerta und Alerta máxima. Sie gehören zum Notfallplan PEFMA, den die Direktion für Notfälle anwendet.
Der Plan für Wetterrisiken wurde mit dem Decreto 186/2006 vom 19. Dezember 2006 genehmigt. Laut einem Suchergebnis wurde er später im BOC (Amtsblatt der Kanaren) von 2014, Nr. 70, aktualisiert, das Dekret dazu liess sich nicht öffnen.
Die Stufen der Regierung sind nicht dasselbe wie die Farbwarnungen von AEMET (staatlicher Wetterdienst). AEMET warnt in Gelb, Orange oder Rot, die Regierung bewertet die Lage nach eigener Einschätzung, gestützt auf AEMET und weitere Quellen.
Die AEMET-Farben und Gültigkeitszeiten für den 2. November konnten nicht bestätigt werden. Wer sie braucht, schaut direkt auf der Seite von AEMET nach.
Wie verliefen frühere Regenlagen, und was ist offen?
Am 22. Oktober 2026 galt schon einmal eine Alerta für El Hierro, La Gomera und den Osten von La Palma. AEMET gab laut RTVC Orange mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde und bis zu 100 Litern in 12 Stunden aus.
Teneriffa blieb damals bei AEMET-Gelb und bei der Prealerta der Regierung. Das Muster gleicht dem vom 2. November.
Im März 2026 zeigte das Tief «Therese», was ein Starkregen im Grossraum Santa Cruz anrichten kann. RTVC meldete über 80 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde am 24. März, Diario de Avisos rund 600 Zwischenfälle und gesperrte Strassen (beides aus Suchtreffern, nicht im Volltext geprüft).
Auf Teneriffa gelten acht Barrancos bei Starkregen als Risiko, wie RTVC berichtet. Der Cabildo (Inselregierung) überwacht sie mit Pegelmessern.
Am 3. November soll es auf den Berginseln weiter regnen, mit geringerer Wahrscheinlichkeit und schwächer als am Montag. Ein Ende der Prealerta oder Alerta nannte die Behörde nicht, und einen Zeitplan für Updates gibt es bisher nicht.