Was gilt am Freitag, 6. November, auf La Palma?
AEMET warnt die Gipfelzone «Cumbres de La Palma» mit der Stufe Gelb vor Regen. Die Warnung gilt am Freitag, 6. November 2026, von 4.00 bis 14.59 Uhr.
Das Fenster ist mit rund zehn Stunden kurz und deckt den Vormittag und den frühen Mittag ab. Auf La Palma gilt im November Westeuropäische Zeit, die Zeiten im Bulletin sind also Ortszeit.
Der Warntext nennt 15 Millimeter Niederschlag innerhalb einer Stunde. Die Eintrittswahrscheinlichkeit beziffert das Bulletin mit 40 bis 70 Prozent.
Am ehesten trifft es laut Warntext den Süden und den Westen der Gipfelzone. Der Schweregrad lautet «moderat», und AEMET warnt vor möglichen moderaten Schäden an Personen und Sachen.
Was ändert sich für Urlauber im Süden?
Die Küstenorte betrifft die Warnung nicht, sie gilt für die Höhenlagen. Ob AEMET am 6. November auch für andere Zonen der Insel warnt, sagt das Bulletin nicht.
Gelb ist keine Notfallstufe. Bis Mittwoch sind weder Massnahmen des Cabildo de La Palma (Inselregierung) noch ein Notfallplan noch Strassensperrungen bekannt.
Wer am Freitagvormittag auf die Gipfel will, muss mit kräftigen Schauern rechnen. Das gilt etwa für Ausflüge zum Roque de los Muchachos oder in die Caldera de Taburiente, wobei diese Ziele nur nach unserer Einordnung zur Gipfelregion zählen und nicht im Bulletin stehen.
Wer eine geführte Tour oder einen Gipfelbesuch gebucht hat, fragt am besten beim Veranstalter nach. Zu Kosten, Fristen oder Stornoregeln sagt die Warnung nichts.
Wer warnt, und wer sperrt?
AEMET vergibt die Farbstufen Gelb, Orange und Rot für einzelne Vorhersagezonen, und die Cumbres bilden eine eigene Zone neben der Küste. Ein Ausgabedatum nennt das Bulletin nicht, der Meldungskopf trägt aber den 4. November 2026, 10.30 Uhr (10:30:49), also rund zwei Tage vor Beginn.
Die Regierung der Kanaren, genauer ihre Generaldirektion für Sicherheit und Notfälle, entscheidet separat. Sie kann im regionalen Notfallplan für widrige Witterung eine Prealerta oder Alerta ausrufen, doch für den 6. November fand sich dazu nichts.
Lokale Strassen und Touristenstätten sperrt der Cabildo de La Palma. Bei einer Alerta blieb nach früheren Ereignissen das Wanderwegnetz der Insel geschlossen.
Wie stark war der Regen in früheren Fällen?
Am 1. Oktober 2026 rief die Regierung der Kanaren für den Norden und Osten von La Palma die Stufe Alerta aus. Die Deklaration 60/2026/PEFMA trat um 14.15 Uhr in Kraft, erwartet wurden bis zu 150 Millimeter in 12 Stunden, örtlich über 180.
Die Gipfelwarnung vom 6. November fällt deutlich schwächer aus. Sie nennt 15 Millimeter pro Stunde und keine Zwölfstundensumme.
Am 8. November 2017 mass die Station San Antonio del Monte in Garafía 218 Liter pro Quadratmeter. Felsstürze blockierten die LP-4 zum Roque de los Muchachos, und die LP-109 zwischen Barlovento und Garafía war ganz gesperrt.
Am 7. Dezember 2022 brachte eine Kaltfront 140 Liter pro Quadratmeter in die Gipfelzone. Der Cabildo sperrte zeitweise die Strasse La Laguna–Las Norias und die LP-214 bei Los Bracitos, und drei Flüge wurden vom Flughafen der Insel umgeleitet.
Im Oktober 2019 zwangen Felsstürze zur Sperrung der Zufahrten zur Caldera de Taburiente. Mehr als diese Überschrift ist dazu nicht bestätigt.
Was bleibt offen, und was raten die Behörden?
Ob AEMET die Warnung hochstuft, verlängert oder aufhebt, steht nicht fest. Das Bulletin kann bis zum Beginn noch geändert werden, denn AEMET aktualisiert Warnungen laufend.
Bei Starkregen raten die Behörden zu äusserster Vorsicht auf Strassen, in Barrancos (Schluchten) und in überflutungsgefährdeten Zonen. Dazu gehört, den offiziellen Anweisungen zu folgen.
Wer wandern will, prüft vor dem Aufbruch den Wegestatus beim Cabildo und die neueste Vorhersage auf aemet.es. Zu gesperrten Wanderwegen lag bis Mittwoch keine Meldung vor.
Ähnliche gelbe Warnungen für die Gipfel verzeichnen Meldungen aus dem November 2024 und dem November 2025. Diese Fälle wurden nicht im Detail geprüft, und eine Statistik zur Häufigkeit liegt nicht vor.