Wo entstehen die neuen Wohnungen?

Die 115 Wohnungen entstehen auf dem städtischen Grundstück VP-03 in Pepe Gonçalvez Norte. Das Areal liegt zwischen den Strassen Concejal García Feo und Virgen del Pilar im Stadtbezirk Ciudad Alta.

Bürgermeisterin Carolina Darias stellte das Projekt am 5. Oktober 2026 vor. Begleitet wurde sie von Mauricio Roque, dem Stadtrat für Planung, Stadtentwicklung und Wohnen, sowie von Betsaida González, der Stadträtin des Bezirks Ciudad Alta.

Ebenfalls anwesend waren Nieves Martín, die Generalkoordinatorin für Planung, Stadtentwicklung und Wohnen, und Manuel Ángel Hernánez, der Geschäftsführer der städtischen Gesellschaft Geursa.

Wie wird das Projekt finanziert?

Das Ausschreibungsbudget beträgt 22.471.112,75 Euro. Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria finanziert den Bau vollständig aus städtischen Eigenmitteln.

Darias nannte das Vorhaben «finanziert ausschliesslich mit städtischen Mitteln». Sie bezeichnete es als «ausserordentliche und aussergewöhnliche Massnahme», da eine Gemeinde den Wohnungsbau allein finanziere.

Welche Wohnungsgrössen sind geplant?

Die Wohnungen verteilen sich auf fünf Typen: 10 Wohnungen mit einem Schlafzimmer, 27 mit zwei, 67 mit drei, neun mit vier und zwei mit fünf Schlafzimmern.

Die Wohnflächen reichen je nach Typ von 44 bis 128 Quadratmetern. Fünf der Vier-Schlafzimmer-Wohnungen werden speziell für Menschen mit eingeschränkter Mobilität angepasst.

Diesen angepassten Wohnungen sind entsprechende Stellplätze zugeordnet. Das Projekt umfasst zudem 135 Pkw-Stellplätze, 19 Motorradstellplätze und 139 Abstellräume.

Die Garagen verteilen sich auf zwei Ebenen unter der Plattform, auf der die Gebäude stehen. Sie verfügen über die nötige Infrastruktur zum Laden von Elektrofahrzeugen.

Was bedeutet das für Bewohner und Zuziehende?

Die Wohnungen sollen das kommunale Angebot an öffentlichen Mietwohnungen zu erschwinglichen Bedingungen um 115 Haushalte erweitern. Die Stadt hat jedoch bislang keine Mietpreise, Einkommensgrenzen oder Vergabekriterien veröffentlicht.

Weder Einwohner noch ausländische Bewohner oder Besucher können derzeit einen Antrag stellen. Auch eine Bewerbungsfrist oder eine Antragsstelle wurde nicht genannt.

Für Expats gelten nach den bisher veröffentlichten Informationen keine besonderen Regeln. Ebenso wurden keine Änderungen für Feriengäste, Besucher oder den Strassenverkehr angekündigt.

Die Meldung betrifft ein Bau- und Vergabeverfahren, nicht eine bereits bezugsfertige Wohnanlage. Wer sich für öffentlichen Wohnraum interessiert, sollte die Veröffentlichungen der Stadt und des Instituto Canario de la Vivienda verfolgen.

Wie energieeffizient werden die Gebäude?

Nach der Dokumentation zur Energiequalifikation erreichen die Gebäude die höchste Klasse A sowohl beim Verbrauch nicht erneuerbarer Primärenergie als auch bei den CO₂-Emissionen.

Die operativen Emissionen liegen bei 0,00 kg CO₂ pro Quadratmeter und Jahr. Jede Wohnung erhält ein individuelles Aerothermie-System zur Warmwasserbereitung.

Dieses System deckt rund 65 Prozent des Bedarfs mit erneuerbarer Energie aus der Luft. Auf den Dächern wird eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung und zum Eigenverbrauch installiert.

Die geschätzte jährliche Produktion liegt bei über 52.000 kWh. Das Design verbessert zudem das thermische Verhalten, nutzt Tageslicht und reduziert den Klimatisierungsbedarf.

Welche Freiflächen und Zugänge entstehen?

Die Konfiguration des Grundstücks ermöglicht einen neuen Freiraum entlang der Strasse Concejal García Feo. Dieser ist als Übergangszone zwischen den bestehenden Gebäuden und den neuen Blöcken gedacht.

Der Freiraum erhält Vegetation, um die Höhenunterschiede des Geländes zu überwinden. Vorgesehen sind ein städtischer Garten, ein Kinderspielbereich sowie Aufenthaltszonen und ein Aussichtspunkt.

Das Projekt integriert sich in den Sistema General des Parque de La Ballena. Dadurch wird die Verbindung zwischen der neuen Siedlung und den umliegenden Freiflächen gestärkt.

Barrierefreie Wege führen von der öffentlichen Strasse zu den Eingängen, Wohnungen, Abstellräumen und Garagen.

Die Wohnungen verfügen über Wohn-Esszimmer, Küche, Waschküche, Bäder und Stauraum.

Wie ist der lokale Wohnungsmarkt einzuordnen?

Die Stadt erklärte, dass sich derzeit knapp 400 Wohnungen im Bau befinden. Weitere Projekte seien in Vorbereitung oder im Verwaltungsverfahren, darunter 240 Wohnungen nahe dem Cabildo de Gran Canaria.

Was ist noch offen?

Offen bleiben der Zuschlagnehmer, der tatsächliche Baubeginn und die endgültigen Mieten. Auch die Vergaberegeln und der Termin für die Veröffentlichung der Bewerbungsunterlagen sind noch nicht bekannt.

Die Ausschreibung wurde am 5. Oktober 2026 auf der spanischen Plattform für öffentliche Aufträge angekündigt. Sie läuft als offenes Verfahren und unterliegt den Regeln für europaweit harmonisierte Vergaben.

Die nächsten erkennbaren Schritte sind die Durchführung der Ausschreibung, die Auswahl des Bauunternehmens und anschliessend der Baubeginn. Verbindliche Termine dafür nennt die Stadt bislang nicht.